| Startseite | Aktualisierungen | Inhalt | Impressum | Links |
|
* 2001 * Bilanz des ersten Wettkampfjahres * 2002 * 2003 |
Mit dem ersten Wettkampfjahr meine ich hier die ersten 12 Monate nach dem ersten Start, in unserem Falle der Zeitraum vom 15.7.01 bis zum 14.7.02
Das erste Wettkampfjahr war für uns natürlich ein Lehrjahr im umfassendsten Sinne! War doch z.B. das erste Turnier nicht nur das erste für GARRY, sonder auch das allererste für mich. D.h. ich verfügte auch über keinerlei Agility-Erfahrung mit anderen Hunden.
Whoopy, meine jetzt knapp 7 Jahre alte Hündin, vermochte ich nie über mehr als 8-10 einfache Hindernisse im Zeitlupentempo zu locken - sie fühlt sich eher belohnt, wenn sie zuschauen darf, sie ist also unser "Schlachtenbummler".
Bis zum Mai '01 hatte ich zwar bei meinem ehemaligen Verein Trainer, doch ganz überwiegend habe ich schon damals alleine bei mir hinterm Haus geübt. Dabei schien mir besonders wichtig, dass ich einen eigenen Übungsslalom hatte.
Bei meinem jetzigen Verein trainiere ich mit 2 Agi-Sportlerinnen zusammen, die derzeit gerade ihre ersten Turniererfahrungen sammeln. Viele betonen immer wieder, wie wichtig es doch sei, einen Trainer zu haben. Dies ist bestimmt auch richtig für alle, die selbst ein Bedürfnis danach haben.
Ich selbst "lebe" in erster Linie davon, dass ich möglichst gute Teams möglichst oft bei Turnieren beobachte. Außerdem filme ich diese gelegentlich, und lasse vor allem meine Läufe filmen, um sie später analysieren zu können.
Seminare besuche ich aus verschiedensten Gründen grundsätzlich nicht!
Einen großen Nachteil muss ich aber hinnehmen: besonders die oft
so entscheidenden Kleinigkeiten, die zu Fehlern führen, kann ich beim
Training nicht
unbedingt erkennen, da ich mich natürlich nicht selbst im Parcour sehen kann. Ein Videoeinsatz
im Training ist zu aufwendig und oft nicht möglich.
Dieser Nachteil hat sicher dazu beigetragen, dass wir das eine oder
andere Turnier mehr gebraucht haben,
und dass wir auch heute noch eine recht hohe Fehler- bzw. DIS-Quote
haben.
Als ideal würde ich ansehen, wenn ich einen Trainingspartner hätte,
der sich auf gleichem oder besseren Niveau befindet, und mit dem ich partnerschaftlich
zusammenarbeiten könnte. Diese(r) ist allerdings nicht in Sicht. So
bin ich aber insgesamt sehr zufrieden mit den Möglichkeiten, die ich
in meinem Verein derzeit habe.
Für mich ist von unschätzbarem Wert, dass mich niemand
versucht zu bevormunden, und mir niemand irgendwelche Vorschriften macht!!!
Dieses Privileg möchte ich gegen nichts eintauschen!
Ich habe an vergleichsweise sehr vielen Turnieren teilgenommen, was ganz
wesentlich daran lag, dass ich der Meinung war, dabei mehr zu lernen
als beim Training. Training hat dann natürlich entsprechend reduziert stattgefunden
- darin liegt allerdings auch ein Nachteil: manches lässt
sich natürlich eben doch besser im Training üben.
Insgesamt kann man unser erstes Wettkampfjahr sicher als sehr erfolgreich
einstufen, auch ohne Berücksichtigung der speziellen Umstände!
Die guten A-Läufe waren dabei allerdings sehr selten. Dies hatte
mit den Kontaktzonen zu tun (wer kennt das nicht?), aber wohl noch mehr mit
der damit verbundenen "Drucksituation" für Hund und Mensch, was dann nicht
selten auch zu DIS führte.
Bei allen Läufen hatte ich sehr lange ein großes Problem mit der
"Wegfindung" im Parcour. Als sich das etwas gebessert hatte, kam es aber
immer noch zu gelegentlich fast skurrilen "BLACK OUT's"! Und der kann so
kurz sein wie er will, bei einem schnellen Hund ist's das dann gewesen .
. . !
Beim Jumping machten wir von Anfang an eine etwas bessere Figur. Neben
meiner Anfängerrolle war auch GARRY verständlicherweise nicht immer
in der Lage z.B. Distanzen richtig einzuschätzen.
Ganz glücklich bin ich, dass die Versuche z.B. einen Weitsprung
aus riesiger Entfernung zu überspringen zwar in Fehlern und Purzelbäumen endeten, aber nie zu Verletzungen führten.
Eigentlich erstaunlich war, dass wir im Jumping des öfteren auch
mit sehr renommierten
Teams nicht nur mithalten, sondern uns gelegentlich auch vor ihnen platzieren
konnten.
Unsere insgesamt größten Erfolge waren neben dem Erreichen
der A3 sicherlich der
4. Gesamtplatz bei der AJO-Tour und die Qualifikation für die
VdH-Dt. Meisterschaft.