Unsere erste Halbsaison (erster Start am 15.7. in Hermeskeil) brachte uns aufgrund des alten Reglements immerhin noch den Aufstieg in A2.
Fehlerfreie A-Läufe sind uns bei offiziellen Prüfungen leider nie gelungen.
A-Läufe:
Hier ging noch nicht alles so glatt - mal waren es die Kontaktzonen, mal
hatten wir die ganz gut im Griff, und dann ging sonst etwas schief.
Aber was noch nicht ist, wird sicher noch werden.
A1:
Von unseren 12 Läufen endeten je ein Viertel mit DIS bzw. "V". Ein
2. Platz war dabei das beste Ergebnis.
A2:
Der erste Start in A2 erfolgte am 16.9. in Sandhausen. In dieser Klasse erfolgten noch 18 Starts, von denen 5 mit einem "V" bewertet wurden, aber jeder zweite Antritt endete mit einem DIS. Zu oft verlieren wir - oder besser ICH - die Orientierung, und dann war's das ganz schnell. Ein dritter Platz war die beste Platzierung.
Ausgerechnet bei einem A-Open
(Mannschaftswettbewerb) mit viel größerer Konkurrenz
erreichten wir mit 0 Fehlern den ersten Platz! - Tut auch ganz
gut, hat im konkreten Fall aber nicht einmal für die Mannschaft
was gebracht . . .
Jumping:
Hierbei sahen wir schon etwas besser
aus und konnten auch "echte Erfolge" feiern.
Von 30 Turnieren endeten 10 mit einem DIS, es blieben aber auch 7
fehlerfrei bei 5 Siegen,
einem 2. und einem 12. Platz.
Siegerehrung (1. Platz für GARRY im Jumping) bei der ersten AJO-Etappe in
Freiburg-Ihringen am 28.10.01

links: Alexander Beitl mit Chagall ***** rechts: Jos Thines mit Jack (Luxemburg)
Dabei war auch Kurioses:
Je nach Sichtweise ärgerlich
oder auch zum Schmunzeln. Einmal maß ich mit den Füßen
(wie schon oft zuvor unbeanstandet) den Abstand zur ersten Hürde
ab (Handzeitnahme). Wir waren wie immer recht schnell unterwegs - im
Ziel hörte ich, dass ich eine Zeit von 59 sec hatte und ein
DIS wegen Zeitüberschreitung erhielt. Die Verblüffung war
natürlich groß! Nun, die sehr "regelfesten" Zeitnehmer hatten
ihre Uhr laufen lassen, als ich mit dem Fuß zwischen den aufgestellten
Starthütchen auftauchte.
Noch viel spektakulärer (und für mich ärgerlicher,
weil viel "wichtigeres" Turnier) war aber der Lauf, während dessen
ich meine Lesebrille auffing, die aus der Hemdtasche zu fallen drohte.
Es war ansonsten ein schneller und fehlerfreier Lauf - so hatte ich
aber nur Lehrgeld gezahlt . . . !
Die Erfolge:
2. Platz von 84, hinter Susanne Steinmetz mit Liz und Klaus
Gärtner mit Cliff v. Gerauer Land - 16.9. Sandhausen
1. Platz von 76, vor der Lux-WM-Mannschaft (schon ein wenig
stolz) - 25.9. Saarbrücken
1. Platz - 30.9. Neunkirchen
1. Platz von 99 vor (s.o.) - 28.10. Freiburg (1.Etappe
der AJO-Tour)
1. Platz von 68 - 4.11. St. Wendel
Wie weit wir aber noch von einer konstant guten Leistung entfernt sind, zeigt die Tatsache, dass wir bei einer - eigentlich sinnvollen - Kombi-Wertung von A-Lauf und Jumping gerade mal bei zwei von 30 Turnieren mit insgesamt einem Fehler durchgekommen wären, ganz zu schweigen von einem "echten NULLER". . . !
Aus diesem Grunde werden wir wohl noch ein Jahr die A2 mit unseren Starts "beglücken" . . .
Das macht uns aber keine Sorgen. Garry ist noch keine 2 Jahre alt und ich bin zwar schon ein "alter Sack", aber in Sachen Agility bin ich genauso neu wie er.
Mancher wird sich vielleicht wundern, dass ich an so vielen Turnieren teilnehme und der eine oder andere findet das u.U. auch nicht so gut - von wegen "junger Hund". Ich sehe das allerdings anders: ein beliebiger Waldspaziergang bringt ihm nicht weniger Belastung als die zwei kurzen Läufe bei einem Turnier. Die nicht unerheblichen Belastungen, die ich auf mich nehme, werden durch die Freude belohnt, die mir das Teamwork mit meinem Hund bereitet.